Warum dein Geld auf dem Girokonto weniger wird

Warum dein Geld auf dem Girokonto weniger wird

28. August 2020 Allgemein Finanzen Investieren Sparen Tipps 0

Die meisten Menschen in Deutschland gehen davon aus, dass das Geld auf ihrem Girokonto in Sicherheit ist. Sie sind der Meinung, dass es, sofern sie es nicht ausgeben und keine Gebühren anfallen, in einem oder in zehn Jahren immer noch genauso vorhanden ist. 1000 € bleiben 1000€.

Aber das stimmt leider nicht. Zwar weißt das Konto nach einem, nach fünf oder zehn Jahren immer noch dasselbe Guthaben auf, das eingezahlt wurde, aber trotzdem hat sich etwas verändert. Das Geld hat an Wert verloren.

Wieso? Wegen der Inflation. Denn die Inflation frisst die Kaufkraft des Geldes nach und nach auf. Das Geld verliert stetig an Wert. Wir alle erleben diesen Verlust von Kaufkraft an der eigenen Leib mit. Vor wenigen Jahren kostete ein Hamburger bei McDonalds noch einen Euro, während er heute nicht mehr unter 1,29€ zu bekommen ist

Bei uns in Deutschland ist die Inflation zwar niedrig (offiziell liegt sie bei circa 2,2% über die letzten 40 Jahre, 2019 liegt sie bei 1,4%), aber auch das summiert sich über die Jahre. Eine Inflation von durchschnittlich 2,2% bedeutet, dass ein Produkt, das vor 30 Jahren noch 100 € kostete (also 200 DM 😉) heute knapp 200 € kostet.

In andere Ländern ist die Inflation wesentlich höher. In der Türkei betrug sie 2019 stolze 15,18 %.

Woher kommt die Inflation? Diese Inflation entsteht zum Beispiel dadurch, dass mehr Geld in Umlauf gebracht wird, während das Angebot an Waren und Dienstleistungen aber nicht in gleicher Weise wächst. Die Europäische Zentralbank ist für die Preisniveaustabilität verantwortlich. Sie muss darauf achten, dass der Wert des Geldes nicht zu stark schwankt (wie zb in der Türkei). Dadurch, dass sie mehr Geld in Umlauf bringt, verliert das vorhandene Geld an Wert.

Aber warum tut die EZB das? Das liegt daran, dass eine gewisse Inflation gewollt ist. Denn das Gegenteil der Inflation ist die Deflation. In einer Deflation gewinnt das Geld immer mehr an Wert. Das führt dazu, dass die Menschen ihr Geld behalten und nichts ausgeben, da es in der Zukunft mehr Wert ist. Das wirkt sich negativ auf die Wirtschaft aus, da weniger eingenommen und weniger investiert wird. Schließlich sinken auch die Steuereinnahmen, die von den Gewinnen der Wirtschaft abhängenb. Eine leichte Inflation sorgt dafür, dass Geld ausgegeben und investiert wird. Und dadurch entwickelt sich ein Land langfristig weiter.

Eine zu starke Inflation sorgt aber für eine Verarmung der Bevölkerung, wenn Löhne, Vermögen und Renten und nicht in gleichem Maße wie die Inflation steigen. Deutschland hat schon leidliche Erfahrungen mit der Inflation gemacht.

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Der Inflation sind wir alle ausgesetzt. Wir können uns davor nicht schützen. Daher wird das Geld auf dem Bankkonto weniger, auch wenn der Betrag an sich gleich bleibt. Denn eine Ware, die heute 1000 € kostet, wird in zehn Jahren bei gleichbleibender Inflationsrate von 2,2% circa 1243 € kosten.

Aus diesem Grund fürchte ich auch nicht die Einführung von negativen Zinsen. Den im Prinzip gibt es sie bereits durch die Inflation. Wir sehen sie nur nicht.

Aber was können wir gegen den Wertverlust des Geldes? Das Sparbuch bringt heutzutage praktisch keine Zinsen mehr und auch ein Festgeldkonto kann die Inflation nicht ausgleichen.

Trotzdem gibt es Wege, den Wert des Geldes zu erhalten und sogar zu erhöhen. Das Zauberwort heißt: Investieren.

Wer sein Geld investiert, lässt es für sich arbeiten. Dabei stehen viele unterschiedliche Anlageklassen zur Verfügung. Immobilien, Aktien, ETFs, Anleihen, Unternehmen, Kryptowährungen und noch einige mehr.

Der Deutsche Aktienindex DAX, der aus den 30 Umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands besteht, hat zum Beispiel seit seiner Auflage eine durchschnittliche Rendite von fast 8% erreicht. Beim amerikanischen DOW und dem SP500 sieht es ähnlich aus. Immobilien haben je nach Lage in den letzten Jahren eine enorme Wertsteigerung erfahren. Kryptowährungen wie der Bitcoin, Ethereum und IOTA sind innerhalb weniger Jahre um tausende Prozent gestiegen. (Dies sind keine Anlageempfehlungen!) Es gibt also einige Möglichkeiten, das Geld für sich arbeiten zu lassen. Denn….

Wer spart, verliert auf jeden Fall.


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